Fünfzehn oder Zwanzig
Ich hab einmal so vor zwanzig – fünfzehn oder zwanzig – Jahren, in einer launigen Debatte mit einem guten Freund die Theorie von der Naturgesetzlichkeit des Krieges entwickelt; oder zumindest nacherdacht, was weiss man schon. (Die Wikipfeifen können ja nachsurfen.)
Im Kern, gut, das sagt der beschreibende Titel dem hellgeistigen Leser ohnehin, im Kern will diese Theorie, diese sicher etwas weinschwere Theorie, oder Wodka war der Drink in diesen Tagen, will diese Theorie also in etwa aussagen, der Krieg, der lasst sich nicht vermeiden. Noch kürzer will sie meinen: Nur im Aufbauen sind wir gut. Das Wir, das steht da für den Menschen oder für die Menschheit. Aber Menschheit ist ein gar ein so ein schweriges (sic) Wort.
Das war damals also meine Theorie.
Heute, zwanzig – fünfzehn oder zwanzig – Jahre später, habe ich mit dieser Theorie eigentlich nur mehr ein Problem: Ich befürcht, ich wünsche mir geradezu, sie würde bestätigt.
Froh bin ich darüber nicht.